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Wie wirken Präbiotika?

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Der Wirkmechanismus der Präbiotika besteht darin, dass sie als eine besondere Art von Treibstoff wirken. Sie können der Verdauung im Magen und Dünndarm entgehen und gelangen unversehrt in den Dickdarm, wo sie von den nützlichen Bakterien fermentiert werden. Wenn die guten Bakterien im Körper diese präbiotischen Fasern "fressen", produzieren sie kurzkettige Fettsäuren (SCFAs), wie Buttersäure, Essigsäure und Propionsäure. Sie senken den pH-Wert des Dickdarms, um Krankheitserreger zu unterdrücken, reparieren die Darmschleimhaut (bei undichtem Darm) und regulieren die Darmmuskulatur, um einen reibungslosen Stuhlgang zu gewährleisten. Präbiotika ernähren nicht nur Bakterien, sondern lösen auch ein Feld aus, das Entzündungen reduzieren und den Rhythmus des Verdauungssystems wiederherstellen kann.

Umgehung des Verdauungssystems

Im Gegensatz zu gewöhnlichen Kohlenhydraten oder Fetten, die durch Enzyme im Magen und Dünndarm aufgespalten und in sofortige Energie umgewandelt werden, haben Präbiotika eine besondere Struktur. Sie sind nicht verdauliche Ballaststoffe.

Da dem menschlichen Körper die Enzyme fehlen, um sie aufzuspalten, können sie durch das stark saure Milieu des Magens und den Absorptionsprozess des Dünndarms unversehrt in den Dickdarm gelangen. Dieser Schritt ist die Grundlage des gesamten Mechanismus - sie gelangen an den Ort, an dem sie am meisten gebraucht werden (den Dickdarm), bereit, vom dort ansässigen Mikrobiom genutzt zu werden.

Fotos von Präbiotika

Fermentationsprozess: Umwandlung von Fasern in Kraftstoff

Sobald diese Fasern den Dickdarm erreichen, beginnt die zweite Phase, die Fermentation. Dabei handelt es sich um eine physikalische Interaktion zwischen nützlichen Bakterien und Präbiotika. Man kann sich die Präbiotika als eine maßgeschneiderte "nahrhafte Mahlzeit" für gute Bakterien vorstellen.

Wenn Bakterien diese Fasern "fressen" oder fermentieren, wird ihr Stoffwechsel aktiviert. Dabei geht es nicht nur um das Überleben der Bakterien, sondern vielmehr um einen Herstellungsprozess. Die Bakterien verstoffwechseln die Fasern und produzieren im Gegenzug Stoffwechselnebenprodukte, die für die menschliche Gesundheit wichtig sind. Die Umwandlung der ursprünglichen Rohfaser in aktive Verbindungen ist der Kern der Definition von Präbiotika zur Verbesserung der Gesundheit.

Produktion von kurzkettigen Fettsäuren (SCFAs)

Das wichtigste Ergebnis des Fermentationsprozesses sind die kurzkettigen Fettsäuren (SCFA). Wie bereits erwähnt, gibt es hier drei Haupttypen:

Buttersäure
Essigsäure
Propionsäure

Wir bezeichnen diese Verbindungen oft als die "Arbeitspferde" der Darmgesundheit, weil sie sowohl Signalmoleküle als auch Energiequellen für die Darmzellen sind. Sie fungieren als chemische Botenstoffe, die aufgenommene Ballaststoffe in tatsächliche Vorteile umwandeln, die der Wirtskörper wahrnimmt.

Wie kurzkettige Fettsäuren die Darmgesundheit wiederherstellen

Der Mechanismus der Präbiotika spiegelt sich letztlich in den spezifischen Wirkungen dieser kurzkettigen Fettsäuren wider. Hier ist ihre spezifische Logik für die Lösung von häufigen Darmproblemen:

Senkung des pH-Werts zur Abwehr von Krankheitserregern

    Eine der wichtigsten Wirkungsweisen von Präbiotika besteht in der Veränderung des chemischen Milieus des Dickdarms. Durch die Produktion von SCFAs wird das Milieu im Dickdarm etwas saurer (der pH-Wert sinkt). Diese Ansäuerung ist von entscheidender Bedeutung, da nützliche Bakterien dieses Milieu mögen, während schädliche Krankheitserreger in der Regel nicht überleben. Dadurch entsteht im Körper eine natürliche Barriere gegen Infektionen und Dysbiose.

    Reparatur der Darmschleimhaut (bei Undichtigkeiten des Darms)

      Die Buttersäureproduktion ist besonders wichtig für viele meiner Patienten, die mit "undichten" Problemen zu kämpfen haben. Buttersäure ist die Hauptenergiequelle für die Zellen des Dickdarms. Indem sie diese Zellen mit Energie versorgen, fördern Präbiotika die Reparatur und Verstärkung der Darmschleimhaut. Wenn die Darmschleimhaut stark ist, können Giftstoffe und unverdaute Nahrungspartikel nicht in den Blutkreislauf gelangen, was die Ursache für systemische Entzündungen direkt angeht.

      Regulierung der Darmperistaltik

        Schließlich wirken Präbiotika durch Beeinflussung der physikalischen Mechanismen der Verdauung. Die entstehenden SCFAs - insbesondere Propionsäure und Essigsäure - wirken mit dem neuromuskulären System des Darms zusammen. Sie tragen zur Regulierung der Darmmuskulatur bei und sorgen dafür, dass die Kontraktionen weder zu schnell (Durchfall) noch zu langsam (Verstopfung) erfolgen. Diese Regulierung sorgt für eine reibungslose und schmerzfreie Peristaltik, die denjenigen, die unter unregelmäßigem Stuhlgang und Blähungen leiden, Erleichterung verschafft.

        Eine chemische Kettenreaktion im Feld

        Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Antwort auf die Frage, wie Präbiotika wirken, in einer komplexen Reihe von biologischen Abläufen liegt. Es geht nicht nur darum, Ballaststoffe zu Ihrer Ernährung hinzuzufügen, sondern eine chemische Kettenreaktion in Gang zu setzen. Indem sie das Verdauungssystem umgehen und eine Fermentation durchführen, lösen Präbiotika die Freisetzung von kurzkettigen Fettsäuren aus. In der Folge wirken diese Verbindungen aktiv entzündungshemmend, reparieren die Integrität der Darmbarriere und stellen den natürlichen physischen Rhythmus des Verdauungssystems wieder her.

        Autor: Emily Carter

        Als zertifizierter Spezialist für Darmgesundheit ist es meine Leidenschaft, die komplexen Mechanismen des Mikrobioms zu entschlüsseln. In meiner Arbeit konzentriere ich mich auf die Wissenschaft der Verdauung - insbesondere darauf, wie Prozesse wie die Fermentation und die Produktion kurzkettiger Fettsäuren (SCFAs) funktionieren, um Entzündungen zu reduzieren und den natürlichen Rhythmus des Körpers wiederherzustellen.

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